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DASEIN
Datierung: 2002
Person:
Maße: 20 min 34 sec 600 ms
Material/Technik: Video auf DVD-R, PAL, 16:9, SD, color, sound
Creditline: Artothek des Bundes
Beschreibung: Videoperformance 2007, 1 Video bestehend aus den Episoden DASEIN, LIEBE LAURENTIA MEIN, SONNTAGS AUF DEM ACKER, EINTAG TOPFTE DIE WELT ODER QUILLMÄDCHEN und WENN WIR ERKLIMMEN...

Ein Jahr lang haben wir uns mit dem Begriff DASEIN beschäftigt und immer wieder neue Facetten dazu entdeckt. Entstanden ist eine Video-Performance in der unterschiedliche Genres zur Anwendung kamen. Verwendet wurden verschiedene Aufnahme- und Montagetechniken (Video, Super8, Fotografie, Grafiken).

Das Thema der Geburt aufgreifend, drehten wir die Rahmenhandlung in der leerstehenden, abbruchbereiten Landesfrauenklinik in Linz.

Das Arbeiten am eigenen Dasein wurde versinnbildlicht durch handwerkliche Tätigkeiten, dargestellt in unterschiedlichen Arbeitsprozessen. Die vier Episoden, die die Rahmenhandlung unterbrechen, thematisieren auf sehr persönliche Weise den Zugang der freundinnen der kunst zum Begriff DASEIN.

1. "Laurentia, liebe Laurentia mein" - das gemeinsam gesungene Lied "Laurentia, liebe Laurentia mein" dient als Metapher fur Alltag und Monotonie. Das "Funktionieren" und "Nichtfunktionieren" im familiären und gesellschaftlichen Umfeld wird mittels dieser gesungenen und getanzten "Litanei" sichtbar gemacht.

2. "Sonntags auf dem Acker" - eine Episode zum Thema Geburt und Tod. Die direkte und unmittelbare Verbindung des Körpers mit dem Erdboden ermöglicht es, sich mit Fragen wie Vergänglichkeit und Tod auseinander zu setzen.

3. "Eintag topfte die Welt oder Quillmädchen" - in dieser Episode werden Themen wie Reizüberflutung, Desorientierung und Realitatsverlust in unser Konsum- und Informationsgesellschaft angesprochen. Das Märchen der Gebrüder Grimm vom "Süßen Brei" wird textlich neu erarbeitet und in Form einer "Puppenküche" inszeniert. Der "süße Brei", anfangs ausschlieslich zur Befriedigung existenzieller Grundbedürfnisse gedacht, wird im Lauf der Zeit als
"nicht-enden-wollende" Nahrungsquelle zur Bedrohung.

4. "Wenn wir erklimmen..." - ist eine bildhafte Umsetzung der "Höhen und Tiefen" des Lebens. Ein Spiel mit veränderten Größenverhältnissen in Bezug auf Personen und Dinge, soll die verzerrte Wahrnehmung verdeutlichen, die individuelle Herangehensweisen an unterschiedliche Problematiken bedingen.

Konzept/Regie/Schnitt: freundinnen der kunst
Claudia Dworschak, Martina Kornfehl, Helga Lohninger, Viktoria Schlögl
Darstellerinnen: freundinnen der kunst
Kamera: Marion Geyer-Grois, Claudia Dworschak
Assistenz: Alexandra Schlager
Musik: Verena Bruckner, Lorenz Felhofer, Haarmann
Text "Quillmädchen": Sybille Küblböck
Sprecher "Quillmädchen": Stanislaus Stieber
Dauer: 20 min.
Linz/Austria, 2007

Erstaufführung: Oktober 2007 - Kunstraum Goethestrase xtd/Linz (Diplompräsentation Kunstuniversitat Linz)
April 2008 - Crossing Europe Filmfestival/Linz
Oktober 2008 - Filmfestival BrixenART
Oktober 2008 - best off 08/Kunstuniversitat Linz
Objektnummer: 27419/1