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Möglichkeiten
Datierung: 2009/2010
Person:
Maße: Teil 1: 176 × 62 cm; Teil 2: 159 × 108 cm
Material/Technik: Kohlezeichnung auf MDF-Platten
Creditline: Artothek des Bundes
Beschreibung: Die Arbeit zeigt ein Fensterpaar, das direkt auf den umgebenden Galerieraum, indem es gezeigt wird, bezogen ist. Das Fenster als Bauteil, Objekt und Symbol vereinigt viele paradoxe Bedeutungsebenen: es steht für Transparenz und zugleich für Abgrenzung nach Außen. Es fungiert als eine Art Membran. Das Fenster als Archetyp steht ebenso für den privaten Einblick in einen Raum, wie auch für den zielgerichteten Ausblick; es lässt Licht in das Gebäude ein, indem es aus „Nicht-Wand“ besteht, es steht also zugleich für Materie und Nicht-Materie; das Fenster symbolisiert beide Seiten unserer Wahrnehmung, das Innen und das Außen.
Das Ausgangsmotiv eines Fensterpaares der Galerie wurde mit Hilfe von abdeckenden Klebebändern als „Einweg-Schablone“ auf die zugeschnittenen, parallelogrammförmigen, weiß grundierten Paneele übertragen. Mittels schwarzer Kohle wurde das Bildmotiv sichtbar gemacht.

Durch die Veränderung der BetrachterInnenposition im Raum ändert sich auch die Wahrnehmung der installierten Bildobjekte. Durch die perspektivische Proportion der zweidimensionalen Kohlezeichnung sowie auf Grund der suggerierten 90° Position der beiden Fensterbilder kippt das Bildpaar für die BetrachterInnen in die dritte Dimension. Die Raumbegrenzungen lösen sich auf, Wandfläche und Raumtiefe werden symbiotisch. Es wird ein zusätzlicher „Raum im Raum“ suggeriert.
Objektnummer: 27796