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eshu/garabato
Datierung: 2015
Person:
Maße: 112 × 76 cm; Rahmen: 120,4 × 84,4 × 3 cm
Material/Technik: Tusche, Aquarell auf Fabriano Aquarellpapier
Creditline: Artothek des Bundes
Beschreibung: ARTIST STATEMENT – ZUR SERIE „FRACTALS (SENSE OF ORDER)“

(Anm.: aus der die drei angekauften Werke stammen, sie werden auch kurz erwähnt)

Das Zeichnen mit Tusche und Feder auf Papier ist dem Schreiben verwandt. Das Wort „Text“ stammt vom Lateinischen „texere“ und bedeutet weben und flechten, was hier für die Zeichnung gilt. Die Fläche wird gefüllt mit Theorie und Linien werden in Schraffuren verdichtet. Die aquarellierten Muster rund um die leeren Selbstportraits wurden aufgrund ihrer oft poetischen Titel ausgewählt. Es sind externalisierte Muster, die im psychologischen Sinne gelesen werden können. Die Muster entstammen diversen Quellen, u.a. Stoffen der Wiener Werkstätte, und bilden ein lokales und mentales Setting für das aktuelle Künstlerdasein in Österreich. Das abgebildete Werkzeug in den Händen der Figuren entspricht Paraphernalia der Yoruba-Kultur und archetypischen Zuschreibungen der Orisha Eshu, Ogun und Oshun. In den Leerstellen bleibt Raum für die Gedanken des Betrachters. Die Linie besitzt eine Definitionsmacht und gibt der Welt ihre Form. Sie zieht Grenzen, teilt in oben und unten, links und rechts, innen und außen. Es entstehen Werte, Hierarchien und sozio-kulturelle Normen werden sichtbar. (Moussa Kone)
Objektnummer: 28047