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Heavy Metal Ironboard
Datierung: 2014
Person:
Maße: 84 × 111 × 37 cm
Material/Technik: Metall geschmiedet, Glas, Kette
Creditline: Artothek des Bundes
Beschreibung: Das klassische Bügelbrett erfährt in dieser skulpturalen Umsetzung des “Ständers” eine Brechung. Die “lose Form” wird entfunkionalisiert, entleert und zu einem Accessoire, Ornament des Wohnens. Die darin implizierten Konnotationen zb. Reprodukionsarbeit von Frauen sowie der Bezug auf frühe feministische Künstlerinnen bleiben als codifizierte Oberfläche stehen.

(...) In der Installation „Heavy Metal Ironboard“ von Wally Salner aus 2014 funktioniert das Bügelbrett wie eine Ikone feministischer Kunst, fanden doch Haushaltsgeräte in Kunstwerken von zahlreichen Künstlerinnen wie Valie EXPORT, Birgit Jürgenssen oder Mary Kelly Verwendung. Indem Wally Salner es zur solitären Skulptur erhebt, scheint sie diesen Künstlerinnen ihre Reverenz zu erweisen. Das Untergestell ist eine schmiedeeiserne Konstruktion auf der ein Brett aus Glas ruht. Dort wo normalerweise das Bügeleisen abgestellt wird, ist wie ein Fahrradschloss eine schwere Goldkette angebracht. Die Arbeit verweist nicht nur augenzwinkernd auf die feministische Kunst der 1960er, 1970er und 1980er Jahre, sondern referiert durch ihren Titel auch auf eine Popkultur und Musikrichtung, den Heavy Metal. Wer sich die Frage stellt, wer hier wem die Hemden bügelt - im Kontext der Ausstellung vielleicht analog zu wer hier Butch und wer hier Femme ist - bekommt auf diese oft beziehungsbelastende Frage die Antwort in ironischer Agitprop-Manier („Sprengt die Ketten, we can do it!“) geliefert. (Christiane Erharter, aus: „Auf der Couch“: über die Ausstellung „Cc“ von Wally Salner und Toni Schmale, VBKÖ)
Objektnummer: 27902