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Ohne Titel
Datierung: 2013
Person:
Maße: 70 × 185 cm; Rahmen: 74 × 189 cm
Material/Technik: Buntstift und Bleistift auf Papier
Creditline: Artothek des Bundes
Beschreibung: In der Zeichnung streben wir eine Verwebung verschiedener Möglichkeiten der Komplexität und Transformation an,- durch Wuchern, durch Wucht, durch Überfluss, durch chemische und physikalische Prozesse; ein synoptisches Operieren ganz im Sinne einer wissenschaftlichen Tafel.

Das Bindeglied zwischen diesen Welten, die, jede auf ihre Weise, eine grundexistentielle Sorge in sich trägt, ist der Mensch als Forschender.

Wolfgang Pauli beschreibt, angeregt durch seine Korrespondenz mit C.G. Jung die Archetypen als präexistente Bilder: Bilder mit starkem emotionalen Gehalt, die nicht gedacht, sondern gleichsam malend geschaut werden; ein Vorgang auf vorbewußter Ebene der Erkenntnis, in dem sich die Bilder noch nicht zu Begriffen fortgepflanzt haben. An diesem Ort halten wir Zeichner uns gerne auf; er bildet die Brücke zwischen Sinnesempfindung und Ideen oder Begriffen, und bleibt dabei unerklärlich und
unlogisch. Sicher aber liefert er eine Erklärung dafür, wie man auf Ideen oder bestimmte Fragestellungen kommt, und in diesem Sinne ist die Zeichnung auch Verweis auf sich/uns selbst.

(Quelle: Ernst Peter Fischer, Brücken zum Kosmos/ Wolfgang Pauli Denkstoffe und Nachtträume zwischen Kernphysik und Weltharmonie, 2004, Libelle Verlag)
Micha Payer + Martin Gabriel, 2013
Objektnummer: 27687